Lamafarm bleibt

Hauptausschuss hat ein Einsehen

STAHNSDORF. In seiner jüngsten Sitzung hat der Hauptausschuss eine wegweisende Entscheidung für den Stahnsdorfer Dorfplatz getroffen. Trotz gegensätzlicher Empfehlung aus dem Bauausschuss stimmten die Mitglieder für den Verbleib der beliebten Lama-Farm.

Dass der Hauptausschuss hier das letzte Wort hatte, liegt an der Stahnsdorfer Hauptsatzung. Dieses Gremium fungiert oft als Beschleuniger für die Gemeindeverwaltung: Es darf eigenständig über Abweichungen von Bebauungsplänen (B-Plänen) entscheiden, solange die „Grundzüge der Planung“ gewahrt bleiben. Da die Lama-Haltung den Charakter des Gebiets nicht grundlegend verändert, lag die Entscheidungsgewalt bei den Mitgliedern des Hauptausschusses.

Geruchsprobe bestanden: Lamas vs. Pferde

Der Bauausschuss hatte sich zuvor noch kritisch geäußert, doch im Hauptausschuss wendete sich das Blatt. Ein entscheidendes Argument war der direkte Vergleich zur traditionellen Landwirtschaft: Lamas und Alpakas verursachen im Gegensatz zur klassischen Pferdehaltung, die an dieser Stelle laut B-Plan zulässig wäre, kaum eine Geruchsbelästigung. Die Sorge vor dicker Luft am Dorfplatz erwies sich somit als unbegründet.

Ein Gewinn für die Seele und das Dorfbild

Für die Gemeinde ist das Votum eine erfreuliche Nachricht. Die Tiere auf der Upstallwiese sind längst zu einem festen Highlight im Ort geworden; regelmäßig bleiben Kinder und Erwachsene staunend am Zaun stehen, um die exotischen Bewohner zu beobachten.

Besonders wertvoll ist die Entscheidung jedoch für den sozialen Bereich: Die Farm dient auch therapeutischen Zwecken. Menschen mit psychischen Erkrankungen können hier durch den Kontakt mit den sanftmütigen Tieren neue Kraft schöpfen. Ein Stück Lebensqualität und Inklusion im Herzen von Stahnsdorf ist damit langfristig gesichert.

Bild: Symbolbild  (Foto Pixabay)

Facebook
Twitter
LinkedIn