TELTOW. Die Stadt Teltow macht Ernst beim Schutz ihrer Wohngebiete vor Lärm und Abgasen. Mit einem neuen Lkw-Führungskonzept, das vom Dresdner Fachbüro IVAS (Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme) erarbeitet wurde, soll der Schwerlastverkehr künftig in feste Bahnen gelenkt werden.
Das Ziel: Raus aus den Wohnquartieren
Kern des Plans ist ein sogenanntes „Vorbehaltsnetz“. Lkw und Schwertransporter sollen künftig ausschließlich über definierte Hauptverkehrsstraßen in die Nachbarkommunen Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie zur Autobahn geleitet werden. Das Ziel ist es, die Nutzung von Abkürzungen durch enge Ortskerne – wie etwa in Ruhlsdorf – unattraktiv zu machen oder ganz zu untersagen.
Sperrungen und neue Beschilderung
Um dies zu erreichen, setzt die Stadt auf eine Kombination aus Durchfahrtsverboten für den Transitverkehr und einer großräumigen, unmissverständlichen Wegweisung. Fahrer sollen frühzeitig auf die leistungsfähigen Hauptrouten geführt werden, sodass Schleichwege durch reine Wohnstraßen für den schweren Güterverkehr tabu bleiben.
Interkommunale Zusammenarbeit
Da Verkehrsströme nicht an der Stadtgrenze enden, wurde das Konzept eng mit den Nachbargemeinden abgestimmt. So soll verhindert werden, dass die Entlastung Teltows zu neuen Belastungen in Stahnsdorf oder Kleinmachnow führt. Das Vorbehaltsnetz fungiert somit als regionales Gerüst für einen geordneten Schwerlastverkehr in der Region TKS. Laut MAZ würde bei einer Umsetzung des LKW-Konzepts jederzeit gewährleistet, dass alle Gewerbe- und Industriestandorte in der Region weiterhin erreichbar sind.
PM/Kü
Bild: Symbolbild (Foto Pixabay)