Quote für Neubauten?

AfD-Fraktion skeptisch

STAHNSDORF.   Die Gemeinde Stahnsdorf will das Einvernehmen für Bauvorhaben ab sieben Wohneinheiten an städtebauliche Verträge koppeln, die eine 30-prozentige Quote für preisgedämpften Wohnraum (13 Euro/m² Nettokaltmiete) vorsehen. Diese Maßnahme, die von Bürger für Bürger, SPD, Grünen/Linken sowie Dr. Denis Kupsch als Beschlussvorlage eingebracht wird, reagiert auf den sogenannten „Bauturbo“ (§ 246e BauGB) und zielt darauf ab, trotz beschleunigter Verfahren bezahlbaren Wohnraum für mittlere Einkommen zu sichern. Der Bürgermeister soll bis Ende Q3 2026 einen entsprechenden Mustervertrag vorlegen, der auch Kontrollrechte und Dynamisierungen regelt.

Die AfD-Fraktion ist allerdings skeptisch. Sie warnt davor, dass diese Maßnahme angesichts der weitaus höheren Neubaupreise von über 20 Euro zu Investitionsstopps führen und die Mieten im nicht-regulierten Segment weiter in die Höhe treiben könnte, falls überhaupt gebaut wird. Denn der Bauherr wird die „subventionierten“ Mieten auf die anderen Mieter umlegen. Das werde wiederum zu sehr teuren Mieten bei den freifinanzierten Wohnungen führen.

Bild: Symbolbild  (Foto Pixabay)

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